Bevor Sie am Sonntag zur Wahlurne treten…

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vote-33737_1280Das wollen Ihre Direktkandidaten für Friedrichshagen.

11 Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben wir die Direktkandidaten von Friedrichshagen befragt, welche Ziele sie sich speziell für ihren Wahlkreis gestellt haben. Im Wahlkreis 6 treten gegeneinander an: Maik Penn für die CDU, Karin Zehrer für die SPD, Andreas Kotes für die Piraten, Carsten Schatz für die Linke und Axel W. Sauerteig für Bündnis90/ Die Grünen. Dieselben Statements wollten wir auch von den Direktkandidaten auf koepenick.online, gruenau.online, adlershof.online und mueggelheim.online wissen. Von der FDP und der AFD kam leider bis heute überhaupt keine Reaktion.

 

Am schnellsten antwortete der Direktkandidat der Linken Carsten Schatz:

„Ich will, dass die Stadt wieder funktioniert – für alle!
Die Große Koalition aus SPD und CDU in Berlin hat unsere Stadt an die Wand gefahren. Endlose Wartezeiten auf Termine beim Bürgeramt, Baustellenchaos, Ignoranz gegenüber Bürgeranliegen, LaGeSo-Chaos, BER, der vom Senat verordnete Personalabbau in den Bezirken – um nur einige Stichworte zu nennen. Soziale und kulturelle Einrichtungen sind weiter von Abbau und Stagnation bedroht. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, gleicht einem Lottogewinn.
Und die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren. Da beginnen die Deutsche Bahn, die BVG und die Wasserbetriebe in Friedrichshagen Bauarbeiten, die jetzt schon bis 2018 geplant werden, doch Informationen kommen zu spät oder gar nicht. Die Bahn startet ihre Bauarbeiten und stellt, kurz danach fest, es gibt Schwierigkeiten mit dem Untergrund. Die Verzögerung wird sicher zu einer Bauverlängerung führen. Anwohnende und Gewerbetreibende bleiben auf der Strecke, weil unterbesetzte Behörden sich gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zuschieben. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Folgen durch ein Baustellenmarketing wenigstens abmildern.
Ich will, dass der südöstliche Zipfel der Stadt ein Ort ist, an dem Menschen mit guten, mittleren und niedrigen Einkommen bei möglichst wenig Fluglärm, in attraktiven Ortsteilen, umgeben von Wald und Wasser friedlich zusammenleben. Die Themen liegen auf der Straße und mit Ihrer Unterstützung trage ich sie weiter ins Parlament.“

 

Der Kandidat der Piratenpartei Andreas Kotes schrieb:

„Für uns PIRATEN ist Nachvollziehbarkeit von  politischen Entscheidungen und Beteiligung von Einwohnerinnen und  Einwohnern eine zentrale Position – nicht nur dann, wenn eine formale  Anhörung gesetzlich notwendig ist.

Wir setzen uns für die Überquerung der Müggelspree am Müggelpark auch für Menschen mit Beeinträchtigungen bzw. Rollstuhlfahrer ein – und stehen den möglichen Formen (Schrägaufzug, Fähre, Brücke) offen gegenüber.

In Hinblick auf Luft- und Wasserschadstoffe durch Flugzeuge im Gebiet der Müggelseeregion wollen wir den Menschen uneingeschränkte Verfügbarkeit zu den dazugehörigen Messdaten geben.

Die Lärmbelastung wird leider auch künftig ein Thema sein. Wir wollen in die Gebührengestaltung für Start und Landung dahingehend eingreifen, dass die Flugunternehmen für die erzeugte Lärmemission zahlen und so verstärkt moderne, lärmarme Triebwerken verwendet werden.“

 

Der Kandidat der Grünen, Axel W. Sauerteig, steht für bessere Anbindungen im Nahverkehr, für einen fußgänger- und radfahrerfreundlichen Umbau der Bölschestraße und für eine barrierefreie Spreequerung am Spreetunnel.

„Meine Kernthemen sind: bürgernahe Demokratie,  familienfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung, kulturelle Teilhabe aller Menschen und eine Ökologisierung der Wirtschaft.

Der direkte Draht zu den Bürger*innen, zu dem was Ihnen auf den Nägeln brennt, ist der Grundansatz meiner politischen Arbeit. Viele Menschen engagieren sich vor Ort, nehmen ihr politisches Geschick selbst in die Hand, wollen mitwirken. Deshalb muss die gesellschaftliche Teilhabemöglichkeit weiter ausgebaut werden. Ortsbeiräte, wie in anderen Bundesländern seit Jahrzehnten erfolgreich eingeführt fehlen in Berlin. Dafür möchte ich mich im Abgeordnetenhaus einsetzen.

Wir Bündnisgrüne haben einen großen Anteil an der erfolgreichen Initiierung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in Berlin. Aber da dürfen wir nicht stehen bleiben. Nur über die Mitwirkungsmöglichkeit aller in einer wachsenden Stadt werden wir unser Ziel erreichen: Eine Stadt für Alle!  Deshalb möchte ich, dass Ihnen, unseren Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt- und Verkehrsplanung, bei Natur- und Umweltthemen, aber auch in sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten eingeräumt werden.

Im Verkehrsbereich steht der dringend gebotene Umstieg hin zum Umweltverbund auf der Tagesordnung, der uns auch gegen Widerstände gelingen muss. Dabei wird der Umbau der Verkehrslenkung Berlin hin zu mehr bürger- und anwohnerfreundlichen Verkehrsregelungen ein elementarer Baustein sein. Darüber hinaus müssen wir weitere Schritte hin zu einer  menschenfreundlichen Nahverkehrs-, Fahrrad- und Fußgängerstadt machen.“

 

Maik Penn von der CDU, der selbst in diesem Wahlkreis aufgewachsen ist, verwies auf seinen Internetauftritt www.penn-tk.de.  Er unterstützt die Sanierung des Spreetunnels, ist gegen eine Einschränkung des Wassersports auf dem Müggelsee und gegen Parkraumbewirtschaftung in Friedrichshagen. Seit langem begleitet Maik Penn bereits die Werbegemeinschaft Friedrichshagen und setzt sich aktiv für das Baustellenmarketing ein, indem er relevante Akteure mit den Gewerbetreibenden zusammenbringt. Sicherheit ist seine oberste Aufgabe. Seine Hauptziele sind mehr Polizei vor Ort und die weitestgehend öffentliche Nutzung des das Rathaus Friedrichshagens.

„In den nächsten fünf Jahren möchte ich Sie fortlaufend im Rahmen von Bürgerveranstaltungen und durch Briefwurfsendungen über die Entwicklungen informieren und am Ende der Wahlperiode Bilanz über die Ergebnisse ziehen! Was ist gelungen? Was ist nicht gelungen? Welche Ursachen und Hintergründe gibt es?“

Die Schwerpunkte von Maik Penn sind: weitere Stärkung der Polizei in den Kiezen, Durchführung von Präventionsveranstaltungen, Offenhaltung des Flughafens Tegel, um einseitige Belastung Schönefelds/ Köpenicks zu verhindern, mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und Wohneigentum stärken, weitere Sanierung von Schulen und Kitas, Tarifbereich AB nach Erkner und zum Flughafen Schönefeld, Stärkung des Ordnungsamtes für einen sauberen Kiez, Berliner Bundesratsinitiative zur Senkung des Rundfunkbeitrages, Förderung von Kunst und Kultur, kostenlose Ausstellungsflächen, Kürzere Wartezeiten beim Bürgeramt, mehr Personal vor Ort und Digitalisierung der Verwaltung, Schaffung des Regionalbahnhofs Köpenick, bessere Baustellenkoordination, inklusive frühzeitiger Einbindung von Anwohnern und Gewerbetreibenden, Herbeiführung einer Lösung hinsichtlich fehlender Rettungstaucher im wasserreichsten Bezirk Berlins.

 

Die SPD hat zwar für andere Wahlkreise geantwortet, leider gab es kein Statement von deren Friedrichshagener Direktkandidatin.

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